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Mittwoch, 11. September 2013

Klein Bielenhorn-Sacremotion

Wegen des unsicheren Wetters waren wir (Jan und Sevi) am Samstag früh Richtung Innerschweiz unterwegs. Unser Plan war es, an der Teufeltalwand in Andermatt zu klettern. Bei unserer Ankunft regnete es aber immer noch in Andermatt, so fuhren wir weiter Richtung Furka. Just zusammen mit den letzten Tropfen kamen wir auf dem Parkplatz an. Nach einem gemütlichen Schläflein auf dem Parkplatz machten wir uns auf Richtung klein Bielenhorn.


Klein Bielenhorn

Wir kletterten die Route "Sacremotion", ein Remyklassiker aus den frühen Jahren. Die Kletterei spielt sich an guten Rissen und Schuppen ab. Die Bewertung kam uns recht soft rein, auch die Absicherung war mehr als perfekt. Trotzdem lassen sich die Risse auch perfekt selber absichern.


Glücklicherweise wurden wir erst wieder beim Abseilen nass, wieder am Boden machte das Wetter 
jedoch wieder auf. 



Nach einer guten Pizza in Andermatt machten wir uns auf zur Heimreise.



Sonntag, 18. August 2013

Conquest- Standplatzsanierung

Am Donnerstag klettern Jonas und Ich (Sevi) die Route "Conquest". Dabei bohrten wir alle Standplätze neu, da die alten schon ziemlich in die Jahre gekommen waren. Bis auf den letzten Stand sind jetzt alle neu, zusätzlich bohrten wir auch denn Abseilstand nach der der dritten Länge, sodass nun nicht mehr an dem schäbigem Block abgeseilt werden muss.

Die neuen Standplätze

Die alten Standplätze








Jonas bei der Arbeit

Wendenstöcke-Patent Ochsner

Nach unserem JO-Lager fuhren Janis und Ich (Sevi) noch einen Tag in die Wendenstöcke, um die Route "Patent Ochsner" zu klettern. Schon bei der Ankunft waren die Temperaturen ziemlich kühl und es änderte sich auch nicht am nächsten Tag. Als wir am Morgen uns aus unseren warmen Schlafsäcken gekämpft hatten, stiegen wir im berüchtigten "Wändenäbel" auf.

Die Patent Ochsner ist gut abgesichert, Friends und Keile brauchten wir nie. Die erste Länge ist noch etwas plattig, danach wird es aber steil und geil. Der berühmte Nebel verfolgte uns schon ab der ersten Seillänge, wir kletterten den ganzen Tag in der Primaloft- Jacke...

Italiener in "Sternschnuppe"

Suche Janis...

... ein paar Minuten später

Sevi in der 7. Länge

und wieder im Nebel beim Abseilen



Donnerstag, 25. Juli 2013

Hochtouren Wallis

Am Samstag reisten Wir (Jan und Sevi) nach Saas Fee. Dort fuhren wir gemütlich mit der Bahn auf Allalin. Auf der Piste und der Autobahn- Spur liefen wir über den Alphubel ins Mischabelbiwak. Dieses gemütliche Biwak teilten wir uns mit zwei jungen Schweizer und vier Italiener. Alle zusammen hatten wir vor auf das Täschhorn zu steigen und dann weiter zum Dom zu klettern, doch wegen des vielen Schnees waren wir alle etwas stotzig ob das klappen würde....
Am nächsten Morgen starteten wir um 4:00 Uhr und kletterten zügig auf das Täschhorn. Auf dem Gipfel angekommen mussten wir die Überschreitung zum Dom leider abbrechen, da auf dem Verbindungsgrat sehr viel Schnee lag und Jan auch etwas mit der Höhe zu kämpfen hatte...

Unsere zwei Kollegen unterwegs am Täschhorn


Jan etwas zerstört

Der Abstieg nach Rand ging wieder mal ordentlich in die Beine, die 3000 Höhenmeter spürten wir am nächsten Tag recht in den Beinen...

Abstieg vom Täschhorn

Nach einer erholsamen Nacht in Gassenried liefen wir auf dem schönsten Hüttenweg in die Bordierhütte.

Nach einer kurzen Nacht und mehreren harten Mühlespiel-Demütigungen, starteten wir um 2:45 Uhr Richtung Nadelgrat. Vor uns lief ein Bergführer mit seinem Sohn zügig voran, es schien fast so als fühlten sie sich verfolgt... Exakt zum Sonnenaufgang standen wir auf dem ersten Gipfel, dem Dirruhorn. Wir kletterten durch das Dirrujoch, welches ausgetreten wie eine Treppe war.

Sonnenaufgang am Dirruhorn

Monduntergang Weisshorn

Nadelgrat 

Der heillige Jan


Nach einer kurzen Pause ging es weiter Richtung Hohbärghorn. Dank des Schnees konnten wir alles in Steigeisen kletterten und kamen zügig voran. Nach ca. 40 Minuten standen wir auf dem Gipfel des Hohbärghorn.

 Von dort ging es weiter auf das Stecknadelhorn, wo wir wieder eine kleine Pause einlegten.

Unterwegs Richtung Stecknadelhorn



Gipfel Stecknadelhorn

Nachdem wir etwas gegessen hatten, machten wir uns auf, zum letzten Gipfel, dem Nadelhorn. Exakt nach 6 Stunden standen wir um 8:40 Uhr auf dem Gipfel. Danach stiegen wir zur Mischabelhütte ab. Danach stand noch ein schweisstreibender Abstieg nach Saas Fee bevor, über den kriminellsten Hüttenstustieg ever. Wir fragten uns, wie man mit einem kleinen Hündchen oder Sandalen in diese Hütte kommt....












Sonntag, 14. Juli 2013

Engelhörner/Skalpell- Der Name ist Programm

Nach langem Hin und Her entschieden wir (Janis und Sevi) uns, in die Engelhörner zu fahren und die Route Skalpell zu klettern. 
Wir gingen das ganze ziemlich gemütlich an, nachdem wir etwas ausgeschlafen hatten, fuhren wir Richtung grosse Scheidegg und liefen zügig an den Einstieg der Route. 

Das Wellhorn vom Einstieg aus

Die erste Seillänge bot gutgriffige Kletterei und eignete sich gut zum Einwärmen.

 Bei der zweiten Seillänge ging dann sofort die Post ab, anhaltende, kleingriffige Kletterei an Leisten kostete uns sehr viel Kraft, bevor es dann kurz vor dem Stand wieder einfach und grossgriffig wurde.

Die dritte Seillänge war dann wieder einfacher. Nach einem tollen Quergang ging es über ein knackiges Dächlein und danach grossgriffig zum komfortablen Stand (Zusammen mit Kadenz).





Die vierte Seillänge hatte es wieder in sich. Nach einem weiteren, kurzen Quergang nach rechts, ging es in anstrengender Kletterei unter ein kleines Dächlein, wo endlich der erlösende Henkel kam. Danach folgte ein kniffliger Quergang nach rechts an kleinen Griffen und Tropflöchern.



Danach kam eine herrliche Länge. Zuerst ein kniffliger Quergang nach links, dann gerade Hoch und wieder gutgriffig nach rechts queren. Zum Schluss folgte scharfe Kletterei an Skalpell- scharfen Tropflöchern hoch zum "Berführerbänkli- Stand". 


Nach einer kurzen Pause folgte die Schlüssellänge. Diese bot steile Kletterei an kleinen Leisten. Nach dem steilen Teil kam noch schöne Kletterei an scharfen Griffen hoch zum Stand.


Zum Schluss folgte noch eine gemütliche Länge an cheiben scharfen Troplöchern und Leisten, die Finger waren schon etwas am leiden;). Auf dem Gipfel genossen wir das herrliche Panorama und schauten einem verspäteten X-Alps Teilnehmer zu, welcher mit seinem Gleitschirm zügig gen Westen flog. Nach dreimaligem, rasantem Abseilen standen wir wieder am Einstieg. Nachdem wir in der Engelhornhütte noch die Abendsonne bei einem Bier genossen, machten wir uns auf den Heimweg.





Montag, 8. Juli 2013

Signal/Hintisberg

Am Samstag machten wir uns auf ins Signal. Jans Vater schwärmte schon immer von diesem Gebiet, so wollten wir uns selber mal einen Eindruck machen. Der 2 stündige Zustieg war sehr kurzweilig, die schöne Landschaft entschädigte den langen Weg. Beim Zustieg sollte man nach der Alp "Mad" unbedingt rechts hoch zu einem Kuhgatter, danach sieht man in einem kleinen Geröllfeld ein Steinmännchen. Von dort geht es weiter auf Wegspuren.

Das schöne Urbachtal

Wir kletterten die Route "Häxering". Die Route war perfekt abgesichert. Typische Berner Oberland Kletterei an Wasserrillen und gute Fusstechnik war gefragt. Schlussendlich seilten wir über die Route "Wurzelbrut" ab und stiegen wieder zum Auto ab.







Am Sonntag statteten wir wieder einmal einen Besuch am Hintisberg ab. Im Gegensatz zum Signal fühlten wir uns wie in einer Kletterhalle, doch das perfekte Panorama lies einen das ganze Geschrei an der Wand überwiegen.

 Wir kletterten die Route "Todi". Die Kletterei war ganz anders als im Signal, steil und gutgriffig war das Programm. Nachdem wir die Route geklettert hatten, waren unsere Finger so in Mitleidenschafft gezogen worden, dass nur ein kühles Bad im Thunersee half. 









Montag, 17. Juni 2013

Chèré Couloir - Mont Blanc du Tacul

Endlich wieder mal Chamonix! Nachdem der ganze Prüfungstress usw. vorbei war, wollten wir uns endlich wieder mal in Chamonix austoben. Das Wetter war gut gemolden, ausser ein bisschen Wind...
Am Samstag kletterten wir das Serac- Couloir am Triangle de Mont Blanc du Tacul. Dabei konnten wir gerade noch einen Blick in das Chèré Couloir werfen, welches regelrecht belagert wurde. Nach unserer  "Aklimatisationstour" verzogen wir uns schnell in unser Zelt zurück, wir hatten beide recht mit der Höhe zu kämpfen und das "bisschen" Wind entpuppte sich dann doch noch als ziemlich stark...

Jan im Serac - Couloir

Zeltplatz 

Am Sonntag machten wir uns früh auf, um nicht die hintersten in der langen Schlange im Chérè - Couloir zu sein. Vor uns war noch eine Italienische Seilschaft, welche es scheinbar nicht so dringend hatte, so konnten wir uns viel Zeit nehmen um die schöne Aussicht zu geniessen.

Sonnenaufgang 

Sevi im Chérè - Couloir

Nachdem das Couloir schon viel zu früh fertig war, stiegen wir noch weiter auf den Gipfel des Mont Blanc du Tacul. Nach 4,5 Stunden konnten wir die super Kulisse mit all den bekannten Bergen, Mont Blanc, Courtes, Grand Capucin usw. geniessen. 

Gipfel, Mont Blanc im Hintergrund (Plus Heiligenschein)

Weiss- Grün Kontrast im Abstieg...

Beim Zelt angekommen machten wir ein kleines Schläfchen, da uns noch der mühsame Aufstieg auf die Aiguille du Midi mit dem ganzen Biwakszeug bevorstand, vor dem es uns schon auf dem Gipfel graute... Doch auch das schafften wir noch, und so waren wir um 14:00 Uhr schon wieder in Chamonix, wo es Cola und Pizza gab. 

Für kommende Aspiranten hat es hier noch einen kleinen Eindruck was für Gefahren auf einem in diesem Couloir warten: http://www.youtube.com/watch?v=jR-7ESfY4r0
Aber aus verlässlicher Quelle wissen wir, das die beiden Alpinisten doch auch noch immer unter uns weilen;)