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Mittwoch, 30. Mai 2012

Feiertage=Schmerzvolle Tage


Am Samstag machten wir (Jan und Sevi) uns auf, um mal der Roten Fluh im Fermeltal einen Besuch abzustatten. Nach einem harten Start am morgen (wir waren beide topffit ausgeschlafen....NICHT) machten wir uns um 10:00 Uhr vom Parkplatz auf und starteten um 11:00 Uhr in die Route Marque Jaune (7a+, 10 Seillängen).
Jan in der 1. Länge


 Im Führer wird die Rote Fluh als eines der schönsten Mehrseillängengebiete im Berneroberland beschrieben, mit extrem scharfen Fels. Dies können wir beide nur bestätigen, die Haut nihmt bereits nach wenigen Seillängen drastisch ab, jedoch war es eine der schönsten Routen, welche wir beide je geklettert sind!


Sevi startet in die dritte Länge

Jan ende dritte Länge

Die Schlüssellänge quert unter einer markanten Dachzone durch, ein kniffliger Quergang an kleinen Leisten und Sloper forderte uns alles ab.

Jan in der Schlüsselstelle

Jan ende der Schlüssellänge

Die Route quert mehrere Dächer, entweder unten durch oder oben drüber, was die ganze Route ziemlich spektakulär macht....
Jan startet in die 7 Länge

Ohne Worte;)

Sevi am Ende der 7. Länge

Am Ende wartete dann wieder mal eine interessante Abseilpiste auf uns, wie konnte es auch anders sein, stellte diese wieder mal das grösste Problem für uns beide dar;) In der 7. Länge empfiehlt es sich, unbedingt denn Stand mit viel Schwung anzupendeln... (Fragen bitte direkt an Jan Ermuth)

Am Sonntag entschieden wir uns, aufgrund unserer mangelnder Fingerhaut, ins Lehn Sportklettern zu gehen. Nach einem gemütlichen Tag im Klettergarten rundeten wir den Tag mit einem "Schwümi" im arschkalten Thunersee ab.

Am Montag war dann nicht mehr ans Klettern zu denken, so widmeten wir uns beiden unseren Alternativen zum Klettern. Ich (Sevi) ging einen Tag Fallschirmspringen in Biel, zusammen mit meinen beiden SPHAIR-Kollegen Lüku und Joel.
In the air

  Wir absolvierten 4 amüsante Sprünge mit viel Action ( siehe Video). Ich musste leider die unangenehme Erfahrung machen, wie es ist, im Freifall seine Helmkamera zu verlieren...







Montag, 28. Mai 2012

Steille Risse vs. Positive Leisten

Nach drei monatigen Kletterpause sind die kletterinfiszierten Jungs wider vereint und starten über die vier freien Auffahrtstage durch. Jan genoss zwei wunderschöne Monate in Australien und einen bezauberten Monat in Bali. Kaum zu Hause angekommen, fängt das harte Training an und die Arbeit ruft. Doch es hat sich gelohnt.

Cadarese:

Cadarese ist ein geniales Rissklettergebiet in Norditalien, gleich hinter dem Simplonpass bei Domodossola. Es eignet sich hervorragend für Einsteiger, da es auch eingeborte Risse gibt, die man nicht unbedingt tread klettern muss. Trotzdem ist das Gebiet für seine schwehren und ceanen Routen bekannt.
Donnerstag 5:00 klingelt mein (Jan) Handy und eine viertel Stunde später steht Sevi vor meiner Tür. Danach noch schnell bei Sämi vorbeischauen und das Trio ist komplett. In Cadarese angekommen muss Sevi noch einmal nach Domodossola zurück um Joni und Andi zu holen die mit dem Zug gekommen sind. Andi hat schon viel Erfahrung vom Rissklettern aus America mitgebracht und kennt auch das Gebiet.
Wir kletterten Classica bolted und Nuova Scomessa Bolted Tread und Joni punktete Edera Bolted OS.
Von der Kälte verdrieben gingen wir zum Parklatz (mit Grillstelle und sanitären Anlagen) um unsere verbrauchten Reserven wieder mit Penne zu stärken.

Am Nächsten Morgen ging es dann gleich wider los mit der genialen Linie von Foglie Cadenti Bolted und Imbuto Crack Bolted.

Jan in Foglie Cadenti 6b



Top motiviert schissen wir noch in Mission Gin Lemon wo wir aber beim Off Wiff scheiterten.

Sevi in Mission Gin lemon 6b+

Joni punktete zum Abschluss noch c'era una volta bolted. Glücklich und erschöpft gönnten wir uns wider Penne und beschlossen am nächsten Morgen in das Sportklettergebiet Simplon Dorf zu fahren.


Joni in c era una volta 7b+

Simplon Dorf:

Weil wir zu fünft unterwegs waren und leider nur ein VW Lupo zu Verfügung hatten, beschlossen wir, dass wir gestaffelt nach Simplon fahren. Zuerst sollte Sevi joni, Sämi und Andi nach Domodossola bringen, die dann ihr Glück per Autostop versuchen. Mich abholen und mit dem ganzen Gepäck auf den Simplon fahren.

Hätte alles wunderbar geklappt wenn Joni, Sämi und Andi drei attraktive Frauen gewesen wären und nicht drei stinkende Kletterer. So musste Sevi noch mal nach Domodossola fahren und sie abholen. Schlussendlich kamen doch noch alle an und wir konnten die eine oder andere Route klettern. Am Abend gab es wieder Penne und wir schauten das Champions League Finale in Simplon wo uns die Einheimischen erst mal über die Regeln dieses langweiligen Sports erklären mussten.

Jan in Suizide Cobain 7a+

Hier braucht jemand Geld für sein Bier;-) Sevi in Hip Hop on the Top 7a


Dienstag, 1. Mai 2012

Skydiving Ticino / Falke

Am Samstag verbrachten wir einen super Sprungtag im Tessin, mit 3 amüsanten Sprüngen im Gepäck reisten wir dann am Sonntag nach Hause, da das Wetter nicht mehr zum Springen taugte...


Am Dienstag konnte waren wir (Janis, Sämi, Jöni, Sevi) endlich wieder mal alle zusammen im Basler Jura- Hardmovergebiet "Falke", um unsere Kletterkünste zu testen. Hoffentlich läd das Wetter in nächster Zeit zu weiteren solchen Trips ein....

Sonntag, 25. März 2012

Plaisir au Jura

Home

Nachdem unser Chamonixtrip aufgrund verschiedener Umstände ins Wasser fiel, entschieden wir (Janis und Sevi) uns, etwas im heimischen Jura zu klettern. Wir reisten ins feine Klettergebiet Rocher du Midi, welches in der Nähe von Delemont liegt. Dort klettern wir zum einwärmen die schöne "Joe Brown". Diese Route folgt einem logischen Riss- und Verschneidungssystem, welches sich auch optimal selber absichern lassen würde. Danach klettern wir noch den Klassiker "Sensationelle". Wir stiegen über eine steile, boulderartige, kurze Seillänge ein und danach folgte superschöne, scharfe Risskletterei, welche man im Jura selten antrifft.
Janis 1. Länge

Auch diese Route würde, bis auf die die letzte Seillänge, gut selber absichern lassen. Die Schlüsselseillänge ist die dritte, welche "oldscool" Risskletterei fordert und das ganze Repetoir an Risskletterei erwartet.
Janis in der 3. Länge


3. Länge

Kurz vor dem Stand in der 3. Länge

Am Samstag waren wir dann noch in unseren Heimgebiet "Tüfleten" und testen unsere Fingerkraft. Dabei mussten sahen wir wieder mal, dass auch das klettern im Klettergarten seine Gefahren aufweist, vorallem wenn man vor dem Hängen des ersten Expresses einen Abgang hinlegt.... Für weitere Fragen soll man doch Jonas kontaktieren;) 
So verbrachten wir wieder einmal ein heimeliges Weekend in der Region. 




Sonntag, 11. März 2012

Cevio


Cevio ist ein Klettergarten, welcher uns (Obed und Sevi) ziemlich unterschiedlich gefällt. Sevi hatte ziemlich schlechte Erinnerungen an das Gebiet, wobei Obed es in höchsten Tönen lobt. Doch Cevio verfügt noch über die "Muro Grande", eine 150 m hohe Felswand, mit Yosemite ähnlichen Zügen.  Wir klettern die Route  "Barcollo ma non mollo... (7B)". Diese Route befindet sich im linken Wandteil und ist 5 Seillängen lang. Die Absicherung ist sehr gut, obwohl die Haken z.T. etwas kurios gesetzt sind... 



Vorallem die letzte Seillänge hat es in sich, sogar Obed, der sich im Moment in bestechender Form befindet (er kletterte über Neujahr in seiner Traumheimat Spanien 8c....), musste sich dort ziemlich zusammen reisen Zitat: "Jaaa isch schono streng füre 7b...."

Am Sonntag besuchten wir dann den Klettergarten von Cevio, Sevi wollte sich ein besseres Bild davon machen und Obed wollte noch eine von seinen offenen 4 Routen klettern. Dies gelang im auch, er durchstieg die Route "L'amour è Confiture" (8a+).


Auf der Heimfahrt hatten wir dann im Stau vor dem Gotthard noch genug Zeit, um darüber zu diskutieren, wieso die ganze Schweiz ein schlechtes Bild von den Zürchern haben...
Somit beendeten wir ein gelungenes Tessinweekend, auf welches schon bald eines folgen wird...


Mittwoch, 22. Februar 2012

Alleine unter Zeugen....

Jaja wieder mal Kandersteg.... Dieses Mal standen wir Janis/Sevi am Start um die perfekten Verhältnisse zu nutzen. Am Dienstag machten wir uns auf, um zu schauen, wo im Mainstream-Klettergebiet Oeschinensee noch eine Route frei war. Dort angekommen ging es zu und her wie im Supermarkt, ein Wunder, dass man nicht ein Zettelchen mit einer Nummer ziehen musste.... Doch siehe da, das Rattenppissoir war frei, also nichts wie los.
Sevi 1. Länge Rattenpissoir

Janis 2. Länge Rattenpissoir

Nach dem zweiten Band wollten wir noch den oberen Teil von Pingu klettern, doch nach der ersten Länge kehrten wir, aufgrund gewisser Zeifel und einer kalten Dusche...
Schlussendlich kletterten wir noch die erste Länge von Arbonium.

Sevi in Pingu

Am Abend nächtigten wir in unser altbekannten Unterkunft, dem "Gemmilodge". Wir waren nicht ganz alleine, mit uns hausten noch über 70 Zeugen, welche ein straffes Tagesprogramm zu bewältigen hatten, so platzen wir nach dem Nachtessen in ihre Bibelstunde hinein...

Unser Plan war es, am nächsten Tag die berühmte "Blue Magic" zu klettern. Dafür standen wir extra früh auf, doch als wir um 8 Uhr (!) am Einstieg ankamen, waren alle Routen schon besetzt und auch gab es schon wartende Seilschaften, so fiel auch unsere Alternative, "Rübezahl" ins Wasser. Die Zeugen legten also doch kein gutes Wort in der Bibelstunde für uns ein...

Sektor Staubbach

Rübezahl

Also zurück zum Oeschinenwald, wo wir ganz alleine waren. So kletterten wir die Route "Haizähne", der Name ist Programm.

Haizähne

Janis beim "Durchschlupf", Start 2. Länge Haizähne

Janis startet durch in der 2. Länge

Sevi kämpft in Haizähne...

Nach der Tour machten wir uns auf ins Bahnhofsbuffet von Kandersteg und nach umfangreicher Analyse unser zweier Tage kamen wir zum Schluss, dass wir trotz aller höheren Mächte und sonstigen Sachen zwei starke Tage hatten, hoffentlich war dies nicht schon der Abschluss der Eissaison...
Janis bei der Analyse....




Samstag, 11. Februar 2012

Reise ins Reich der Eiszwergen/ Winterwanderung Gasterntal...


Am Samstag besuchten wir (Janis und Sevi) wieder mal das altbekannte Ziel Kandersteg. Unser Plan war es, die berühmte Mehrseillängenroute "Black Nova" im Gasterntal zu klettern.

Gasterntal

Wir waren so motiviert, dass wir bei der Planung völlig die Lawinensituation ausser acht ließen, und so mussten wir diese beim Zusstieg schmerzhaft erkennen. Daher drehten wir bei der Ankunft im Gasterntal ohne jeglichen Eiskontakt wieder um. Wir legten einen Spurt nach Kandersteg hin, um doch noch etwas klettern zu können. 
Als wir in Kandersteg, nach ein, zwei oder drei Rundenen auf dem Tief verschneiten grossen Parkplatz, eintrafen, entschieden wir, dass wir doch noch etwas "yässes" klettern sollten.
So stiegen wir in die Mixedroute "Reise ins Reich der Eiszwerge" ein. Eigentlich war es ja eh viel zu kalt zum Eisklettern, dies bemerkte Sevi schmerzhaft nach der ersten Seillänge heulend schrie er: " Sonen verdammte Chuenagel hani no nie gah", Janis amüsierte sich ab dieser Szenerie köstlich....
Nach dem grossen Band erwartete uns die erste Mixedlänge (M6-).



Danach trafen wir auf die Bewohner des Reiches, die Eiszwerge.

Die zweite Seillänge startete mit einem luftigen Quergang, welchen wir in alpiner Manier ohne Eisgeräte kletterten. Dieser Quergang kann gut selber abgesichert werden. Die Schlüsselstelle war dann, vom Felsen ins Eis zu klettern, doch dann begann die unsere Schwierigkeit....



Bisher kletterten wir im Betonharten Eis, doch der Zapfen hatte dann wahrscheinlich seine schwierigen Tage, zuerst musste Janis 15 Minuten sein Eisgerät befreien. welches im harten Eis stecken geblieben war. Zum Ende der Eislänge tropfte dann der Zapfen nur noch so vor sich hin, die letzte Eisschraube konnte man praktisch ohne zu drehen von Hand rausziehen. Am Stand angekommen, entschlossen wir, nach einer Eiskalten Dusche von oben, die letzte Eislänge vor sich hin tropfen zu lassen und kehrten um.  
Schlussendlich konnten wir denn Tag also doch noch sinnvoll nutzen, und kehrten ziemlich nass und kalt nach hause zurück....
Ps. Jan rest in Peace in Down Under;)