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Sonntag, 11. März 2012

Cevio


Cevio ist ein Klettergarten, welcher uns (Obed und Sevi) ziemlich unterschiedlich gefällt. Sevi hatte ziemlich schlechte Erinnerungen an das Gebiet, wobei Obed es in höchsten Tönen lobt. Doch Cevio verfügt noch über die "Muro Grande", eine 150 m hohe Felswand, mit Yosemite ähnlichen Zügen.  Wir klettern die Route  "Barcollo ma non mollo... (7B)". Diese Route befindet sich im linken Wandteil und ist 5 Seillängen lang. Die Absicherung ist sehr gut, obwohl die Haken z.T. etwas kurios gesetzt sind... 



Vorallem die letzte Seillänge hat es in sich, sogar Obed, der sich im Moment in bestechender Form befindet (er kletterte über Neujahr in seiner Traumheimat Spanien 8c....), musste sich dort ziemlich zusammen reisen Zitat: "Jaaa isch schono streng füre 7b...."

Am Sonntag besuchten wir dann den Klettergarten von Cevio, Sevi wollte sich ein besseres Bild davon machen und Obed wollte noch eine von seinen offenen 4 Routen klettern. Dies gelang im auch, er durchstieg die Route "L'amour è Confiture" (8a+).


Auf der Heimfahrt hatten wir dann im Stau vor dem Gotthard noch genug Zeit, um darüber zu diskutieren, wieso die ganze Schweiz ein schlechtes Bild von den Zürchern haben...
Somit beendeten wir ein gelungenes Tessinweekend, auf welches schon bald eines folgen wird...


Mittwoch, 22. Februar 2012

Alleine unter Zeugen....

Jaja wieder mal Kandersteg.... Dieses Mal standen wir Janis/Sevi am Start um die perfekten Verhältnisse zu nutzen. Am Dienstag machten wir uns auf, um zu schauen, wo im Mainstream-Klettergebiet Oeschinensee noch eine Route frei war. Dort angekommen ging es zu und her wie im Supermarkt, ein Wunder, dass man nicht ein Zettelchen mit einer Nummer ziehen musste.... Doch siehe da, das Rattenppissoir war frei, also nichts wie los.
Sevi 1. Länge Rattenpissoir

Janis 2. Länge Rattenpissoir

Nach dem zweiten Band wollten wir noch den oberen Teil von Pingu klettern, doch nach der ersten Länge kehrten wir, aufgrund gewisser Zeifel und einer kalten Dusche...
Schlussendlich kletterten wir noch die erste Länge von Arbonium.

Sevi in Pingu

Am Abend nächtigten wir in unser altbekannten Unterkunft, dem "Gemmilodge". Wir waren nicht ganz alleine, mit uns hausten noch über 70 Zeugen, welche ein straffes Tagesprogramm zu bewältigen hatten, so platzen wir nach dem Nachtessen in ihre Bibelstunde hinein...

Unser Plan war es, am nächsten Tag die berühmte "Blue Magic" zu klettern. Dafür standen wir extra früh auf, doch als wir um 8 Uhr (!) am Einstieg ankamen, waren alle Routen schon besetzt und auch gab es schon wartende Seilschaften, so fiel auch unsere Alternative, "Rübezahl" ins Wasser. Die Zeugen legten also doch kein gutes Wort in der Bibelstunde für uns ein...

Sektor Staubbach

Rübezahl

Also zurück zum Oeschinenwald, wo wir ganz alleine waren. So kletterten wir die Route "Haizähne", der Name ist Programm.

Haizähne

Janis beim "Durchschlupf", Start 2. Länge Haizähne

Janis startet durch in der 2. Länge

Sevi kämpft in Haizähne...

Nach der Tour machten wir uns auf ins Bahnhofsbuffet von Kandersteg und nach umfangreicher Analyse unser zweier Tage kamen wir zum Schluss, dass wir trotz aller höheren Mächte und sonstigen Sachen zwei starke Tage hatten, hoffentlich war dies nicht schon der Abschluss der Eissaison...
Janis bei der Analyse....




Samstag, 11. Februar 2012

Reise ins Reich der Eiszwergen/ Winterwanderung Gasterntal...


Am Samstag besuchten wir (Janis und Sevi) wieder mal das altbekannte Ziel Kandersteg. Unser Plan war es, die berühmte Mehrseillängenroute "Black Nova" im Gasterntal zu klettern.

Gasterntal

Wir waren so motiviert, dass wir bei der Planung völlig die Lawinensituation ausser acht ließen, und so mussten wir diese beim Zusstieg schmerzhaft erkennen. Daher drehten wir bei der Ankunft im Gasterntal ohne jeglichen Eiskontakt wieder um. Wir legten einen Spurt nach Kandersteg hin, um doch noch etwas klettern zu können. 
Als wir in Kandersteg, nach ein, zwei oder drei Rundenen auf dem Tief verschneiten grossen Parkplatz, eintrafen, entschieden wir, dass wir doch noch etwas "yässes" klettern sollten.
So stiegen wir in die Mixedroute "Reise ins Reich der Eiszwerge" ein. Eigentlich war es ja eh viel zu kalt zum Eisklettern, dies bemerkte Sevi schmerzhaft nach der ersten Seillänge heulend schrie er: " Sonen verdammte Chuenagel hani no nie gah", Janis amüsierte sich ab dieser Szenerie köstlich....
Nach dem grossen Band erwartete uns die erste Mixedlänge (M6-).



Danach trafen wir auf die Bewohner des Reiches, die Eiszwerge.

Die zweite Seillänge startete mit einem luftigen Quergang, welchen wir in alpiner Manier ohne Eisgeräte kletterten. Dieser Quergang kann gut selber abgesichert werden. Die Schlüsselstelle war dann, vom Felsen ins Eis zu klettern, doch dann begann die unsere Schwierigkeit....



Bisher kletterten wir im Betonharten Eis, doch der Zapfen hatte dann wahrscheinlich seine schwierigen Tage, zuerst musste Janis 15 Minuten sein Eisgerät befreien. welches im harten Eis stecken geblieben war. Zum Ende der Eislänge tropfte dann der Zapfen nur noch so vor sich hin, die letzte Eisschraube konnte man praktisch ohne zu drehen von Hand rausziehen. Am Stand angekommen, entschlossen wir, nach einer Eiskalten Dusche von oben, die letzte Eislänge vor sich hin tropfen zu lassen und kehrten um.  
Schlussendlich konnten wir denn Tag also doch noch sinnvoll nutzen, und kehrten ziemlich nass und kalt nach hause zurück....
Ps. Jan rest in Peace in Down Under;)





Sonntag, 5. Februar 2012

Eisklettern in der Region


Am Sonntag waren wir (Janis und Sevi),im Gebiet Wasserfallen um uns auszutoben. Aufgrund der anhaltenden Kälte hofften wir auf etwas Eis und etwas Gnade vom "Kuhnägelgott". Doch schon bei der ersten Route mussten wir schmerzhaft erfahren, dass Eisklettern halt doch ein ziemlich asssozialer Sport ist. 
Durch die sehr tiefen Temperaturen der letzten Woche war das ganze Eis innerhalb einer Woche gewachsen, was das Eis sehr spröde machte, und gerade die Zapfen oder Säulen standen sehr unter Spannung, was das ganze noch etwas spannender machte. Die kompakten Fälle brauchen wahrscheinlich noch 3-4 Tage, im Moment läuft noch ziemlich viel Wasser, wer also Lust auf eine kalte Dusche hat, dem sei es empfohlen...




Dienstag, 31. Januar 2012

Kandersteg

Am Sonntag/Montag waren wir (Jan und Sevi) zwei Tage im Eisklettermeka Kandersteg. Wir hofften dort auf etwas Eis zu stossen und einigermassen gutes Wetter. Am Sonntag trafen wir noch zwei altbekannte, Sämi (Der im Auto übernachtete...) und Janis. Wir kletterten zwei Tage im Sektor Öschinenwald, dort war das Eis einigermassen akzeptabel.
Haizähne

Wetter

Jan

Janis im Reich der Eiszwergen

Pingu

Sevi

B12


Sevi


Dienstag, 17. Januar 2012

Eisklettern Val di Cogne

Da die Eisverhältnisse im Moment in der Schweiz nicht gerade das gelbe vom Ei sind, beschlossen wir, unser Glück in der Umgebung von Aosta/Italien, zu suchen. Am Samstag in aller Früh fuhren Wir (Jan und Sevi) einmal Quer durch die Schweiz, Richtung Cogne zum Eisklettern.
Unser Plan war es, am ersten Tag gerade mal unser können zu beweisen und die Mehrseillängentour "Stella Artice" (WI5) zu klettern.
"Stella Artice", der linke der beiden markanten Eisfälle 

 Leider war diese Säule nicht in bester Verfassung, so entschieden wir uns, das 600 Meter lange "Cold Couloir"(WI 4+/5) zu klettern.
Das markante Couloir auf der rechten Seite ist das "Cold Couloir"
Jan in der 1. Länge des "Cold Couloir"

Jan in der 2.Länge von "Cold Couloir"

Sevi in der 5. Länge von "Cold Couloir"


Am Sonntag entschlossen wir uns, dann doch noch etwas steileres Eis zu besuchen, und wir kletterten die schön steile Mehrseillängenroute "Tuborg" (WI 5). In Tour herschte reger Andrang, scheinbar suchten wir uns einer der Klassiker des Tales aus, zu recht!

Sevi 1. Länge "Tuborg"
Jan 2. Länge "Tuborg"

Jan 2. Länge "Tuborg"

Eigentlich wollten wir danach noch die "Candelabro del Coyote" klettern, doch leider ging es dort zu und her wie in einer Supermarkt-Warteschlange, so verschoben wir diese Route auf den nächsten Tag und kletterten noch ein paar "Geniesser- Seillängen".

Am Montag erschien uns das Tal fast ausgestorben, scheinbar arbeiten die Italiener doch noch unter der Woche... So machten wir uns auf, um das "Lillaz Couloir" 4+ zu klettern. Dieses ist eine der meistgekletterten Routen des Tales, und ist ein wahrer Genuss, vorallem die 2. Seillänge.

Jan in der 2. Seillänge von "Lillaz Couloir"

Danach wollten wir noch die "Candelabro del Coyote" klettern, als wir zu dem Fall aufstiegen, kam uns schon eine 4er Gruppe entgegen, von denen einer der Arm in der Schlinge hatte, wir erfuhren bald auch mal wieso...
Jan stieg die erste Seillänge vor, welche zum eigentlichen "Candelabro" (Kerzenständer) führt. Doch diese Seillänge war ein absoluter Horror, das Eis war extrem Weich und dann wieder so hart und spröde, dass die Eisbrocken nur so um die Ohren flogen. Als wir beide am Stand ankamen, sahen wir über uns, dass ein Arm des Armleuchters fehlte, und als wir hinunter schauten, sahen wir die riesige abgebrochene Säule unter uns. Also entschieden wir uns, schnell abzuseilen und diese Route bei unserem nächsten Cogne-Trip zu klettern. 
Jan in der Anderalin-Länge ;)

Am Stand von "Il Candelabro del Coyote"

Infos

Anfahrt:  Wir fuhren über Martigny, Tunnel Gr. St. Bernard, Aosta, Cogne, Lillaz

Unterkunft: Bestens zu empfehlen ist das Hotel "Les Nigritelles" (http://www.nigritelles.com/)

Appertement mit Küche/Bad und Frühstück (seeehr üppig) 35 Euro pro Person !

Führer: braucht man eigentlich nicht, grosse Übersichtskarte mit Routen und Bewertungen hängt beim        Parkplatz oder im Dorf oder bekommt man im "Les Nigritelles"  und die Routen sind sogar entlang der Langlaufroute angeschrieben.

Temperatur:


Beste Jahreszeit:    :D