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Samstag, 13. August 2011

Lauper-Mönch Nordwand

Mönch Nordwand

Ueeh wer glaubt es, endlich war wieder mal gutes Wetter angesagt, also machten sich Jan und Ich (Severin) auf, um denn Mönch durch die Nordwand zu besteigen, genauer gesagt durch die Lauperroute. Die Tour startete um 3:00 morgens in der heimeligen Guggihütte. Von dort stiegen wir auf das Mönchsplatteau, um von dort auf den Eigergletscher abzusteigen. Zum Glück schauten wir uns den Abstieg auf den Gletscher am Tag vorher an, ansonsten ist dies ein heikles Unterfangen...

 Nach der Überquerung ging es gerade dick zur Sache: Es standen zwei Seillängen in schlecht abzusicherndem Fels an. Da es noch früh am Morgen war, waren die Felsen zudem noch von einer leichten Eisglasur überzogen oder nass, was das ganze auch nicht einfacher machte... Nach diesen zwei Seillängen kam das lange Schneefeld, welches uns keine Schwierigkeiten bereitete. Danach stand der Quergang an, welcher uns zur vermeintlichen Schlüsselstelle brachte, zum nassen Riss. Dieser zeigte sich uns verschneit und vereist, was sicherlich nicht allzuschlecht war, sodass wir in ohne größere Probleme meistern konnten.
Jan Ende nasser Riss

Danach stand das berühmte Dach an, welches wir in Old School Tradition à la Schulterstand bezwangen. Dabei stand Ich auf Jans Schultern, damit ich über das Dach klettern konnte...
Das Dach

Nach dem Dach kamen ein zwei Felsstufen, welche aber dank des frischen Schnee ( laut einem heimischen Führer hatte es zwei Tage davor geschneit) problemlos zu klettern waren, bevor dann nochmals ein steiles Firnstück kam.
Tiefblick

 Nach diesem Firnfeld, kamen zwei Seillängen in einem Couloir, welches uns zur letzten Felsrippe führte. Das Couloir war schön vereist, sodass wir herrliche Eiskletterei geniessen konnten. 
Couloir

Als wir die letzte Felsrippe bezwungen hatten, kamen wir auf den Nordost-Grat, welcher uns nochmals alles abverlangte.
NE-Grat

 Schlussendlich standen wir nach 8,5 Stunden anstrengender Kletterei ziemlich erschöpft aber erleichtert auf dem Gipfel des Mönch. Da wir die einzige Seilschaft in der Wand waren, und seit dem letzten Schnee niemand unterwegs war, waren wir die ganze Route am Spuren, was zusätzlich an unseren Kräften zerrte....
Gipfelfoto ;)


Sonntag, 7. August 2011

Bündnerland

Jaja dieses leide Wetter geht einem langsam wirklich auf denn Sack! Unser Plan, denn Bumillerpfeiler des Piz Balü zu besteigen, mussten wir schnell mal aufgeben, da es einfach zuviel Schnee gegeben hatte.
Piz Balü


Also kletterten wir die Route "Diavolezza Express", dies ist im Winter eine Mixedroute, sie kann jedoch auch im Sommer geklettert werden. Bei unseren Verhältnissen war es jedoch fast eine Sommer-Mixedbegehung....


Am Abend fuhren wir dann ins Rätikon, das berühmte Kalkgebiet. Aber Achtung, schon alleine die Anfahrt ist eine riesen Tour, 16 km Rallyefahrt muss man bewältigen...

Am nächsten Tag kletterten wir die neue Route "Kamla" (7a, 9 SL). Die Linie war leider nicht so schön, jedoch war es sehr spannende und anspruchsvolle Kletterei.


Donnerstag, 28. Juli 2011

Chamonix


Wieder einmal hatten wir mit dem Wetter zu kämpfen, trotzdem entschieden wir uns nach Chamonix zu fahren. Dort angekommen mussten wir unser geplantes Vorhaben aber bald begraben, da es auf 3000 m.ü.M ca. 30 cm Neuschnee gegeben hatte. So entschlossen wir uns, einen Tag unsere Trad-Kletterkünste zu vertiefen. Wir kletterten die Route "Exlibris", 6b, 5 Seillängen. In dieser Route waren nur die Stände gebort, und da wir nur 6 Friends dabei hatten, wurde es trotz der moderaten Schwierigkeiten zum Teil doch noch recht spannend....


Am nächsten Tag kletterten wir noch die Route "Meduse" in Barberine, das ist gerade an der Schweizer Grenze. Die Route war der krasse Gegensatz zum letzten Tag. Die Route war extrem gut abgesichert, war aber mit 8 Seillängen und Schwierigkeiten bis 7a auch ein bisschen schwerer.


Dienstag, 26. Juli 2011

Tessintrip


Da letzte Woche in der ganzen Schweiz ziemlich schlechtes Wetter angesagt war, entschlossen wir uns, ins Tessin zu reisen, um doch noch etwas zu klettern...
Der Höhepunkt unseres Trips war sicherlich die Route "Dimitri", welche 11 Seillängen lang ist. Die Schlüsselseillänge ist ein Überhängender 7a Riss, welcher sicherlich eine der schönsten Seillängen des Tessin ist.  Aber Achtung: man sollte darauf achten, wo man hinfasst, wir trafen in der Route auf zwei Schlangen, welche mitten in den besten Rissen sassen....
Schlüsseillänge

Neben Berzona besuchten wir noch die Klettergebiete von Russo und Ponte Brolla Settore Est.


Die Wand von Berzona


Die erste Seillänge von Dimtri
....


Sonntag, 17. Juli 2011

Piz Roseg-Nordostwand

Piz Roseg Nordostwand


Dank des erlaubten Urlaub von Jan konnten wir schon am Freitag in die Tschiervahütte aufsteigen, sodass wir schon am Samstag die Nordostwand des Piz Roseg besteigen konnten.
Am Samstag riss uns der Wecker um 2:30 Uhr, nach einer seeehr kurzen Nacht, aus dem Schlaf. Wir starteten um 3:10 noch vor dem grossen "Mop", welche alle Richtung Piz Bernina stürmten. Da wir das ganze etwas gemütlich angingen und noch ein, zwei extra-Runden auf dem Gleschter drehten, starteten wir erst um 6:20 in die Wand, was schon ziemlich spät war. So mussten wir etwas Gas geben, wir waren jedoch sehr überrascht, als wir nach genau 2,5 Stunden schon wieder am Ausstieg standen. Das zügige Tempo war aber auch nötig, vereinzelt war schon massiver Eis- oder Steinschlag zu sehen. Das Wetter war bis zum Gipfel perfekt, sobald wir aber auf dem Gipfel standen, sahen wir keine 3 Meter mehr weit, schade! Daher machten wir uns schnell an den Abstieg über den Eselsgrat. Insgesamt brauchten wir von der Hütte bis auf den Gipfel 5,5 Stunden.
Unserer ungefährer Routenverlauf

Gipfelfoto


Sonntag, 26. Juni 2011

Weismiess Nordgrat= Winterbegehung im Juni....

Weismiess-Nordgrat im Winter 
 Photo by:© Miha Valic



Nach unzähligen Wochen geprägt von schlechten Verhältnissen oder schlechtem Wetter startete an diesem Samstag endlich die Hochtourensaison. Wir entschieden uns für den Nordgrat des Weismiess, welches  eine lange, anhaltende Grattour ist. Bei guten Verhältnissen kann man viele Strecken des Grates ohne Steigeisen, nur in den Bergschuhen, klettern. Die Verhältnisse die wir antrafen, erinnerten aber eher an eine Winterbegehung: Viel Schnee, kalt und schlechte Sicht. So erwartete uns an einigen Stellen Kletterei im Firn bis zu 50 Grad steil und zum Teil recht anspruchsvolle Mixed-Kletterei. Der einzige Vorteil war, dass wir die eigentliche Schlüsselstelle, eine 4b Platte, ohne Probleme im 50 Grad steilen Firn hinauf spulen konnten... Am Grad blasste zudem ein sehr heftiger Nordföhn, welcher fast unser größter Gegenspieler war. So musste man sich an einigen Stellen echt darauf konzentrieren, nicht vom Grat gefegt zu werden, Winterbegehung like in Patagonien! Aufgrund dieser "super" Verhältnissen waren auch dementsprechend viel Leute auf dem Grat, außer uns waren noch zwei Italiener unterwegs. Schlussendlich war es trotzt allem eine super tolle Tour, wobei man noch sagen muss, dass man für denn Abstieg keine 2 Stunden braucht, es geht auch deutlich schneller, wenn man noch die letzte Bahn erwischen muss...





Sonntag, 22. Mai 2011

Üeschenen


Am Samstag stand das erste mal Mehrseillängen klettern im Berner Oberland an. Der eigentliche Plan war K.I.K zu klettern, welche mit 11 Seillängen und Schwierigkeiten bis zu 7a eine anspruchsvolle Sache ist.
Da aber im Berner Oberland ab dem frühen Nachmittag Gewitter gemeldet wurden, liessen wir diesen Plan fallen und machten uns auf nach Üeschenen auf die andere Talseite Kanderstegs. Dort kletterten wir die Route "Andromeda", welche aus 7 Seillängen besteht und Schwierigkeiten bis 7a aufweist. Wie jeder weiss, ist das erste Mal "Berner Oberland- Mehrseillängenklettern" in der Saison immer etwas spezielles. Mit dem Wetter hatten wir ziemlich Glück, just als wir wieder am Boden standen, fing es an zu regnen....